Gourmeet me

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Unser kulinarisches Projekt

Gourmet sein kann jeder. Doch am meisten Spaß macht das, wenn Mann oder Frau diese Leidenschaft mit jemandem teilen kann. Daher wollen wir euch zeigen, wie einfach kochen ist. Klingt eigentlich ganz leicht oder? Kochen ist aber weitaus mehr als nur etwas in einen Topf oder eine Pfanne werfen. Lebensmittel zu verarbeiten hat sehr viel mit einem Handwerk der Sinne zu tun - Man schmeckt, riecht, sieht, hört und tastet. Und wenn man dieses Gefühl nun mit jemandem teilt, macht das die ganze Sache umso spannender. Daher begeben wir uns mit euch auf eine Reise der Kulinarik - Mit vielen interessanten Themen, Persönlichkeiten und Rezepten.

Genussgut Krispel

LocationsPosted by Admin Wed, October 12, 2016 10:44:35

Das Gut Krispel - Wein, Schwein und eine Menge kulinarischer Einzigartigkeiten

© Weingut Krispel

Wo Genussgüter in liebevoller Arbeit hergestellt werden und Respekt vor dem Produkt ein großes Anliegen ist, wirtschaftet die Familie Krispel im Südosten der Steiermark. Dabei liegt das imposante Gebäude des Genussguts mitten im steirischen Vulkanland und überzeugt durch die architektonisch perfekt in die Region passende Bauform. „Auch das Gebäude soll das Vulkanland widerspiegeln”, erklärt Corinna Müller, die uns heute durch das Gut führt. Dabei bietet die Lebensmittelmanufaktur einiges - Vater Toni fand sein Glück in der Erzeugung von Freiland-Wollschweinprodukten, Sohn Stefan kümmert sich um die Weinproduktion und produziert den erstklassigen B1. Und Hausherrin Daniela? Sie betreut die Urlauber am Winzerhof und die Küche. Und unterstützt natürlich Vater und Sohn bei ihren Ideen.


Die Wollschwein-Manufaktur

© Weingut Krispel

Wer hier nach herkömmlichen Mastschweinen sucht, wird am Wein- und Genussgut Krispel nicht fündig. Bei der Erlebniswirtschaft der steirischen Familie leben Wollschweine (= schwalbenbäuchige Mangalitzaschweine) in einem Freilandgehege und fressen Biofutter aus Trockenmais und - Gerste, wobei auf Antibiotika bei der Wollschweinerei völlig verzichtet wird. Dabei hat ein Wollschwein der Familie Krispel einiges mehr an Platz wie ein Bio-zertifiziertes Schwein und lebt ganze zehn Monate länger als ein österreichisches Mastschwein. Ebenso bringen die Wollschweine auch eine positive Wertschöpfung für die Region. So liefert Biobauer Augustin aus Hart bei Straden die Ferkel mit drei Monaten zum Genussgut, wo die Tiere dann weitere 12-13 Monate ihr Schweineleben genießen. Anschließend werden sie mit etwa 150 Kilogramm schonend in der Region geschlachtet und bei der Fleischerei Scharfy in Straden verarbeitet. „Kurze Wege stressen die Tiere nicht und erhöhen die Fleischqualität”, erklärt Corinna. Übrigens ging die Schweineliebe bei Toni sogar so weit, dass er sich Hausschwein Heinrich ins Haus holte.

© Weingut Krispel

Doch wie genau begann jetzt die Wollschwein-Manufaktur bei den Krispels? 1999 adoptierte Toni drei Wollschweine, da sich diese Rasse auf der Liste der bedrohten Haustierrassen befand. Nach seinem Motto "Essen was man retten will" nahm der Steirer immer mehr Tiere bei sich auf und begann mit der professionellen Zucht. Dabei war ihm jedoch immer wichtig, dass es den Tieren besonders gut geht und die Schweine so weit wie möglich gänzlich verwertet werden. So ist der Neusetzer, welcher aus dem ca. 15 Zentimeter dicken Rückenfett der Wollschweine besteht, heute ein Verkaufsschlager und begeistert dutzende durch seinen außergewöhnlichen Geschmack. Den steirischen Lardo, welcher im Basaltstein reift, gibt es im Übrigen in drei verschiedenen Variationen - in der Gourmetszene begeistert der N1 die Feinschmecker. Dieser reinweiße Speck, der einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren enthält, wird in Salz und einer jährlich wechselnden Kräutermischung eingelegt. Und weil der Krispel so begeistert von seinen mit dem Lukullus-Preis und der Trophée Gourmet À la Carte ausgezeichneten Neusetzer-Spezialitäten ist, feiert das Genussgut jedes Jahr am 1. Mai ein Spe(c)ktakel. Ein Genussfest mit sauguten Köstlichkeiten!

B1 - Ein Wein, der die Region wiederspiegelt

© Weingut Krispel

Wein und Gestein - Zwei Komponenten, die ein wundervolles Endprodukt schaffen. Nach diesem Motto startete Kellermeister Stefan vor einigen Jahren ein neues Projekt, die Idee nach dem Wein aus dem Stein ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. 2015 war es dann so weit - die ersten Flaschen des B1 (B für Basalt und 1 für der Erste und Einzigartige) konnten abgefüllt werden und überzeugten die begeisterten Weinfans auf Anhieb. Da wundert es nicht, dass das flüssige Meisterstück in kurzer Zeit ausverkauft war. Den Nächsten gäbe es erst nächstes Jahr (2017), jedoch sollte man sich beeilen, da dieser erfahrungsgemäß nicht lang erhältlich ist, meint Corinna. Was diesen einzigartigen Wein nun so besonders macht? Hochwertige Trauben aus den Lagen Hochstrandl, Neusetzberg und Rosenberg werden sorgsam gelesen und liegen anschießend drei Wochen auf der Maische, um die Aromen aus der Schale zu ziehen. Danach werden sie ein Jahr in Tanks zur Gärung gelagert. Nun kommt das Besondere: Der Weinausbau findet im ausgehöhlten Basaltstein statt - zwischen dem Wein und dem Stein befindet sich nichts, der Deckel ist mit Wachs fest verschlossen und wird ein Jahr nicht geöffnet. Somit kann der Basaltstein dem B1 Gerbstoffe entziehen und gibt ihm ein mineralisches Aroma, welches dem Wein einen außergewöhnlichen Terroir- Charakter verleiht. Übrigens: Das Weingut verfügt über ein Patent für diese Ausbauart im Basaltstein, daher gibt es den Wein aus dem Basaltstein nur bei den Krispels zu verkosten!

Das GenussgutWenn Toni kocht, wird es richtig köstlich: Das Fleisch stammt von den hauseigenen Freiland-Wollschweinen, der Wein zum Menü von Sohn Stefan. Für ihn sei das Mangalitzaschwein das geilste und beste Schwein der Welt. Daher ist das viergängige Menü, welches Toni von Mittwoch bis Freitag im Sommer und Frühherbst für seine Gäste zaubert, auf dieses Tier ausgelegt. Vom Schweinegruß zum Tatar, über Dry-Aged-Wollschwein-Steak zur Schokotarte. Natürlich versteckt sich auch dahinter eine Besonderheit, Toni grillt seine Qualitäts-Steaks mit 800°C im Beefer direkt vor den Gästen. Eine Kochlehre hat der ambitionierte Gastwirt übrigens nie gemacht, die Leidenschaft sei sein Geheimrezept. So will Toni zeigen wie besonders dieses Schwein ist und wie vielfältig man die Wollschwein-Produkte einsetzen kann. Und das macht der Krispel mit Erfolg (ich habe noch nie so ein gutes Schweine-Steak gegessen)!

© Weingut Krispel


Ihr wollt das Genussgut nun selbst besuchen? Kein Problem! Das Gut Krispel bietet geführte Touren an, die Schweine kann man sogar kostenlos besuchen. Der Buschenschank bietet neben den Klassikern auch die Spezialitäten vom Wollschwein sowie Schmankerl aus der Region. Auch die Weine von Stefan sind vertreten. Unter www.krispel.at findet ihr weitere Informationen.

Zum Schluss möchten wir uns bei Corinna Müller für die interessante und kompetente Führung durch das Genussgut bedanken. Auch ein herzliches Dankeschön an die Familie Krispel, dass wir diesen Beitrag über Schwein und Wein veröffentlichen dürfen!



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