Gourmeet me

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Unser kulinarisches Projekt

Gourmet sein kann jeder. Doch am meisten Spaß macht das, wenn Mann oder Frau diese Leidenschaft mit jemandem teilen kann. Daher wollen wir euch zeigen, wie einfach kochen ist. Klingt eigentlich ganz leicht oder? Kochen ist aber weitaus mehr als nur etwas in einen Topf oder eine Pfanne werfen. Lebensmittel zu verarbeiten hat sehr viel mit einem Handwerk der Sinne zu tun - Man schmeckt, riecht, sieht, hört und tastet. Und wenn man dieses Gefühl nun mit jemandem teilt, macht das die ganze Sache umso spannender. Daher begeben wir uns mit euch auf eine Reise der Kulinarik - Mit vielen interessanten Themen, Persönlichkeiten und Rezepten.

Rezension: Der goldene Plachutta

BooksPosted by Admin Wed, August 24, 2016 16:00:38

2013 - Ewald und Mario Plachutta

DER GOLDENE PLACHUTTA

© Harald Eisenberger/Brandstätter Verlag

Wer sein Kochbuch in einen goldenen Leinenumschlag hüllt, muss schon einiges im Inneren für Kochbegeisterte bereithalten. Die Erwartungen waren groß, als ich das Lebenswerk von Jahrhundertkoch Ewald Plachutta zum ersten Mal in den Händen hielt. Was ich vorfand? Über 1.000 Rezepte, die vielfältige Zubereitungen von Speisen der unterschiedlichsten Kategorien anschaulich erklären.

Doch ganz zu Beginn begeistern Küchenregeln, die von der Planung bis zu den verschiedenen Garmethoden reichen. Vielleicht fragen sich jetzt manche, wieso ich von begeistern schreibe? Ganz einfach: In diesem Kochbuch werden wichtige Basics nicht leichtfertig unter den Teppich gekehrt, sondern auf über 20 Seiten ausführlich beschrieben. So können sich auch Kochneulinge ein Bild von den wichtigsten Grundregeln machen. Ebenso sind aber auch bei den später folgenden Rezepten verschiedene hilfreiche Tipps angegeben, wie etwa Lösungsmöglichkeiten für geronnene Mayonnaise (und glaubt mir, dass kann jedem passieren. Hier brauchen nur die Zutaten verschiedene Temperaturen haben und schon gerinnt die beliebte Sauce zu Pommes!).

Nun aber genug der Schwärmerei von den ersten Seiten des Kochbuches, nun kommen wir zum essentiellen Teil des goldenen Plachuttas. Und dieser Teil ist wirklich (wirklich) umfangreich, auf über 700 Seiten werden zirka 1500 Rezepte vorgestellt. Wer also viel Zeit zum Lesen und Ausprobieren hat, wird vor Begeisterung für dieses Kochbuch nur so sprudeln. So kann man sich durch die Kategorien "kalt", "warm" und "süß" schmökern, welche dann nochmals in unzählige Unterkategorien gestuft sind. Im Folgenden möchte ich kurz jene Kategorien vorstellen:

Kalt:

Hier ist die Rede von allerlei Saucen, Aufstrichen, Salaten, Chutneys, kalten Vorspeisen und vielem mehr. So überzeugt nicht nur der klassische Waldorfsalat mit knackigen Äpfeln und dem typischen Selleriegeschmack, auch der gebeizte Lachs auf Seite 109 sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Warm:

Die nächste Kategorie besticht durch ihre Vielseitigkeit: Darf es heute ein Zanderfilet mit Schalotten-Weißwein-Sauce (S. 286) sein? Oder doch der berühmte Wiener Tafelspitz mit Cremespinat und Rösterdäpfel (S. 340)? Egal für was ihr euch entscheidet, schmecken wird es euch bestimmt! Zum Schluss noch ein Tipp von mir: Für alle Vegetarier unter euch gibt es unzählige vegetarische Rezepte in diesem Kochbuch. Die Rede ist hier übrigens nicht von den typischen "Beilagenrezepten", die euch normalerweise als vegetarische Kost untergejubelt werden, sondern von vollwertigen Gerichten wie Spinatspätzle, Spinatknödel und Co.

Süß:

Schnell zu meinem Lieblingskapitel im goldenen Plachutta. Neben der bekannten Plachutta Torte (S. 551) bin ich von einer Torte völlig hin und weg: Die Sachertorte stellt für mich eines der besten Rezepte des gesamten Kochbuches dar. Und da ich euch so ein großartiges Backrezept nicht vorenthalten möchte, findet ihr unter der Kategorie "Cakes & Pastry" das Rezept der Sachertorte!


Nun zum Fazit: Ein großartiges Kochbuch für jeden Tag mit vielen wohlerprobten Rezepten, die zum Nachkochen einladen. So werden jedoch nicht nur Kochanleitungen in drei verschiedenen Kategorien vorgestellt, auch Küchenregeln, die das Leben von ambitionierten Hobbyköchen definitiv einfacher machen, werden nicht außen vor gelassen. Demnach sollte dieses Kochbuch zum Grundbestand jeder gut geführten persönlichen Bibliothek gehören.

Übrigens: Vielleicht haben eure Großeltern oder Eltern die Vorgänger des goldenen Plachuttas, welche schlicht und einfach Gute Küche 1 und 2 heißen. Dann könnt ihr diese zuvor Probelesen und dann entscheiden, ob ihr das umfangreichere Werk euer Eigen nennen wollt.

© Harald Eisenberger/Brandstätter Verlag

Hier sind noch die allgemeinen Angaben zum Buch:

Ewald und Mario Plachutta (2013): Der goldene Plachutta. Wien: Christian Brandstätter Verlag.

Für weitere Infos: info@cbv.at oder auf https://www.brandstaetterverlag.com/buch/der-goldene-plachutta



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