Gourmeet me

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Unser kulinarisches Projekt

Gourmet sein kann jeder. Doch am meisten Spaß macht das, wenn Mann oder Frau diese Leidenschaft mit jemandem teilen kann. Daher wollen wir euch zeigen, wie einfach kochen ist. Klingt eigentlich ganz leicht oder? Kochen ist aber weitaus mehr als nur etwas in einen Topf oder eine Pfanne werfen. Lebensmittel zu verarbeiten hat sehr viel mit einem Handwerk der Sinne zu tun - Man schmeckt, riecht, sieht, hört und tastet. Und wenn man dieses Gefühl nun mit jemandem teilt, macht das die ganze Sache umso spannender. Daher begeben wir uns mit euch auf eine Reise der Kulinarik - Mit vielen interessanten Themen, Persönlichkeiten und Rezepten.

Reisetbauer Brand: Wo Frucht zu Brand wird

Gourmeet me meets youPosted by Admin Mon, July 17, 2017 11:05:15


Manche Menschen haben ja nicht so ein gutes Verhältnis zu Schnaps. Kein Wunder. Erwischt man zu viel eines qualitativ-schlechten Schnaps, bereut man es spätestens am nächsten Tag. Schnaps ist aber nicht gleich Qualitätsbrand – das sollte man unbedingt wissen. Weit weg von billigem Fusel bewegen sich die Reisetbauer Brände, die Frucht steht im Vordergrund und nicht der Alkohol. Weil wir von Gourmeet me total neugierig sind und von Pressemitteilungen nicht unbedingt die beste Meinung haben, haben wir persönlich beim Reisetbauer in Axberg angeklopft – und Hans Reisetbauer jun. hat uns aufgemacht.


Idylle soweit das Auge reicht

Schön ist es ja in Axberg. Zugegeben, wenn man keine Landidylle mag, dann nicht. Aber wir mögen das ja. Und noch lieber mögen wir, wenn sich der Sohnemann des Hauses auf dem Familiengut auskennt. Hans Reisetbauer jun. (im weiteren Text Hansi) folgt seinem Opa sowie Papa im Unternehmen nach, studiert hat er zuerst jedoch in Wien. Doch schon dort, hat er sich um das Marketing der Reisetbauer-Dynastie gekümmert. Heute hilft Hansi fleißig in der Landwirtschaft mit, er kennt das Gut in und auswendig. Was wir alles sehen wollen, fragt uns der Mitzwanziger. Am besten alles. So fangen wir bei den Obstbäumen an.


Vom Obst aus der eigenen Landwirtschaft

Die Birne ist der Schatz der Axberger, auf Plantagen der Familie wachsen etwa 13.000 Bäume der Sorten „Williams“, „Gute Luise“, „Rote Williams“ und „Dr. Guyot“. Ab drei Jahren tragen die Obstbäume. Je älter sie werden, desto resistenter sind sie. Hansi greift nach den Früchten, noch ganz zart hängen sie am Ast. „Wenn man die Birnen am Baum abzählen kann, ist das kein gutes Zeichen“, erklärt er uns. Damit meint er die schlechten Wetterbedingungen, den Frost. Schon das zweite Jahr mussten die Obstbäume mit der Kälte klar kommen. Ebenso die Äpfel für die Schnapsproduktion wachsen sprichwörtlich direkt vor der Haustüre der Brennerei, für die Zwetschgen muss man ein wenig weiter gehen. Obstsorten wie etwa Marillen kauft Familie Reisetbauer von ausgesuchten Partnern, das Weingut Ott ist beispielsweise solch einer. „So stellen die Landwirte genau die Qualität her, die wir brauchen“, setzt Hansi an, „und der Landwirt wird sicher seine Früchte los.“ Eine win-win-Situation für beide also.


Und wie ist das jetzt mit der Elsbeere? „Die Elsbeere ist sehr selten und teuer. Und der Baum trägt erst nach 30-40 Jahren Früchte.“ Ein kleiner Vergleich: da hätte man die Birne schon 27 Mal geerntet. Dabei erinnert der Geschmack der Elsbeere an Vogelbeere oder Schlehen, bei Reisetbauer lautet die Beschreibung des Brandes wie folgt: „Feines Duftbild mit Marzipan-Nougat-Mix, weiche Süße
und pikante Würze in reizvollem Wechselspiel; cremig-weich am Gaumen, angenehm nussige Würze, zartherbe Begleitung.“ So schön hätten wir es selbst nicht einmal schreiben können.


Zum Brand, der nicht nur nach Alkohol schmeckt

Von einem landwirtschaftlichen Betrieb zu einer der modernsten Brennereien Österreichs: Seit etwa 20 Jahren lebt und führt Hans Reisetbauer den Familienbetrieb. Durch die Qualität der Brände wurde das Unternehmen erst zu dem, was es heute ist. Und wie man diese erreicht, das haben wir uns im Schnelldurchlauf mit Hansi angesehen. Wichtig ist: Das richtige Wasser. Die Oberösterreicher verwenden für ihre Edelbrände nur reinstes Quellwasser. Mit kalkhaltigem Wasser, wie es in Tirol der Fall wäre, funktioniert das Ganze nicht. Dann kommt nur Reinzuchthefe zum gemaischten Obst, in den Gärtanks bleibt die Maische dann etwa 1 -2 Wochen. Anschließend geht’s auch schon zum Brennen in den Kupferkesseln – und dann ins Lager. In Holzfässern oder Stahltanks reift der Geschmack des Brandes aus, und auch in knappen Obst-Jahren lässt sich die Ware leichter händeln.

Der Geschmack der Frucht

Gekostet haben wir natürlich auch. Muss man ja, wenn man schon da ist. Doch wie trinkt man einen Edelbrand jetzt richtig? „Zuerst die Innenwand des Glases durch Schwenken benetzen, um die flüchtigen Aromastoffe freizusetzen. Diese kommen beim anschließenden Beriechen des Destillates besonders gut zur Geltung. Erst wenn ein umfassender Geruchseindruck gesammelt wurde, beginnt das eigentliche Kosten. Schlückchenweise wird der Fruchtbrand im Mund verteilt, bis der volle Geschmack zur Geltung kommt“, sagt der Reisetbauer. Ebenso die Temperatur zählt, von 18 – 21 °C wäre am besten.

Dann schmeckt man auch die Birne, den Apfel oder – kurios aber innovativ – die Karotte. Da der Hansi auch sein eigenes Ding machen wollte, hat er seine eigene Edelbrand-Marke geschaffen. BrANDSTATT heißt sie. Birne, Marille Zwetschge und Haselnuss sind erhältlich. Ganz zum Schluss zeigt uns Hansi noch einen der neueren Streiche des Hauses: Reisetbauer Gin – Blue Gin und Sloeberry – sowie Reisetbauer Axberg Vodka. Und Whisky, den gibt’s auch.






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